Monika Scherf – Niedersachsens Wirtschaft zwischen Krise und Chance

Shownotes

Wie steht es wirklich um die Wirtschaft in Niedersachsen? Zwischen Energiepreisen, Bürokratie, schwacher Konjunktur und globalem Wettbewerbsdruck wächst bei vielen Unternehmen die Sorge um den Standort. Gleichzeitig hat Niedersachsen enorme Chancen: erneuerbare Energien, Häfen, Wasserstoff, industrielle Stärke, Mittelstand und Innovationskraft. In dieser Folge von „Erfolg braucht Verantwortung“ spreche ich mit Monika Scherf, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen. Sie kennt Wirtschaft, Politik und Verwaltung aus unterschiedlichen Perspektiven – klar in der Analyse, erfahren in der Praxis und mit einem guten Sinn für Humor. Gemeinsam diskutieren wir, ob Niedersachsen vor einer Standortkrise steht oder vor einer historischen Transformationschance. Es geht um Energiepreise, Investitionen, den Industrial Accelerator Act und die Frage: Was muss passieren, damit aus Potenzial wieder Aufbruch wird?

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00:00:03: Erfolg

00:00:04: braucht

00:00:04: Verantwortung.

00:00:06: Der Podcast von und mit

00:00:08: Udo

00:00:09: Gast.

00:00:13: Podcast folge zweigundertachtundneunzig.

00:00:16: Monika Sher, Niedersachsenswirtschaft zwischen Krise und Chance.

00:00:21: Ja wie steht es wirklich um die Wirtschaft hier in Niedernachsen wo ich wohne?

00:00:26: Zwischen Energiepreisen Bürokratie schwacher Konjunktur und globalem Wettbewerbsdruck wächst bei vielen Unternehmen die Sorge Die Sorge um den Standort, aber gleichzeitig hatten Niedersachsen enorme Chancen.

00:00:40: Beispielsweise erneuerbare Energien hefen Wasserstoff industrielle Stärke Mittelstand und natürlich Innovationskraft.

00:00:49: In dieser Folge von Erfolg braucht Verantwortung spreche ich mit Monika Schärf der Hauptgeschäftsführerin der IHK Nieder Sachsen.

00:00:58: Sie kennt Wirtschaft Politik und Verwaltung aus unterschiedlichen Perspektiven Klar in der Analyse, erfahre in der Praxis und mit einem guten Sinn für Humor.

00:01:09: Gemeinsam diskutieren wir ob Niedersachsen vor einer Standortkrise steht oder vor einer historischen Transformationschance?

00:01:18: Es geht um Energiepreise, Investitionen den Industrial Accelerator Act und die Frage was muss passieren damit aus Potential wieder aufbruch wird.

00:01:31: Erfolg braucht Verantwortung.

00:01:33: Noch mehr bedarf es kompetente Begleitung

00:01:36: auf

00:01:36: dem Weg zum Erfolg.

00:01:38: Weise Unternehmer holen sich Rad von denen, die den Weg schon gegangen sind und die Abkürzungen kennen.

00:01:45: Die Kontaktadresse von BlueGust

00:01:47: finden

00:01:47: Sie direkt in den Show Notes.

00:01:50: Herzlich willkommen wieder einmal zu einer neuen Ausgabe vom Podcast Erfolgsverantwortung!

00:01:58: Ja und wir brauchen Verantwortung überall in jedem Land, besonders auch in Niedersachsen.

00:02:04: Und in Nieder Sachsen da habe ich heute die große Ehre, die Hauptgeschäftshürerin der IHK Nieder Sachsen zu begrüßen.

00:02:14: Frau Monika Schärf herzlich willkommen!

00:02:16: Ja vielen Dank bin gerne dabei freue mich dass wir uns mal hier ein bisschen über das Thema Wirtschaft unterhalten.

00:02:23: Ja, Sie haben ja etwas ganz anderes gemacht.

00:02:25: Ich habe mir ursprünglich Raumplanung studiert wenn ich das sagen darf.

00:02:30: Sie waren in der Verwaltung Wirtschaftsförderung, Kommunalpolitik.

00:02:33: also sie kennen jede Lücke, jede Ecke der Wirtschaft kann man das so sagen oder?

00:02:38: Das glauben Sie ist schön dass Sie das aussehen!

00:02:41: Ja ich hab dann eine ganz abwechslungsreichen Werdegang hinter mir und ich hätte nie gedacht da wo ich jetzt bin irgendwann mal landen.

00:02:49: In der Tat, ich habe Raumplanung studiert und habe dann bei einem Wirtschaftsinstitut in Bremen gearbeitet.

00:02:57: So bin ich zur europäischen Regionalpolitik gekommen.

00:03:00: also was macht die EU für Regionen?

00:03:03: Über den Weg bin ich dann damals zur Bezirksregierung gekommen, habe da ein Europabüro aufgebaut.

00:03:10: Über den weg bin ich zur Endbank gekommen und sie gesagt hat wir müssen unseren Bereich Internationalisierung stärken.

00:03:15: Frau Scherch haben Sie nicht Lust dazu?

00:03:17: Dann bin ich wieder zu einer Kommune, hat Windenergiestandorte geplant... Ich hab die verschiedenen Seiten und die verschiedenen Ebenen mitgekriegt und ganz ehrlich diese Erfahrung ist unheimlich hilfreich!

00:03:31: dass man also nicht nur Landesebene, sondern auch Kommunalebene kennen.

00:03:36: Dass man nicht nur Wirtschaft kennt und dann auch andere Bereiche... Also kommt mir sehr zugute!

00:03:43: Und es ist schön am Ende des Berufslebens so ein Job zu haben, wo man nochmal die ganze Bandbreite ausspielen kann.

00:03:51: Aber Sie sind und waren ja auch politisch engagiert?

00:03:53: Das stand zum Beispiel bei der letzten Oberbürgermeisterwahl.

00:04:00: Haben das leider verfehlt?

00:04:02: Ich sag mal Leider, okay.

00:04:03: Aber das ist jetzt... Nee ich sage es mal wertfrei!

00:04:05: Also was macht man danach?

00:04:09: Fühlt man sich so wie gescheitert und sagt meine Güte warum haben die das nicht gesehen dass ich die beste und geeignetste Kandidatin bin?

00:04:16: oder was tut sich da bei ihnen nach so einem?

00:04:21: Nein also ich bin dann auch nicht in ein Loch gefallen.

00:04:23: aber ich sage auch Leider wenn ich's nicht geworden dann sage ich das weil ich hätte es wirklich gerne gemacht.

00:04:29: Ich hätt gern mal die Verantwortung gehabt für eine große Verwaltung, einerseits um die Verwaltungen sozusagen vielleicht ein Tick anders zu strukturieren aber auch die Verantwortung für die Region, die damit verbunden ist in dem Fall die Stadt Lüneburg, die Verantwortung, für eine Stadt zu haben.

00:04:46: Ich hatte's wirklich sehr, sehr gerne gemacht!

00:04:48: Ich wusste das wird einen riesen Kraftakt und da sieht man ja auch gerade jetzt in den schwierigen Zeiten.

00:04:54: Und ich bin mir aber auch immer sehr bewusst, wenn man in eine Wahl geht wer A sagt muss auch B ertragen.

00:05:01: Also eine Wahl ist fifty-fifty Chance dass man durchkommt oder verliert und insoff da war ich darauf vorbereitet.

00:05:08: innerlich Man weiß das es so ausgehen kann und Insofern bin ich dann nicht in ein Loch gefallen.

00:05:15: Aber klar war auch, ich habe hier aus einem politischen Job herauskandidiert, dass danach mit einem Wechsel und das war ja in Niedersachsen so mein Job weg war.

00:05:27: Also ich bin immer volles Risiko gegangen aber auch aus der Gewissheit heraus es wird schon irgendwie weitergehen.

00:05:34: Also das war immer so mein Bauchgefühl, du wirst nie ins Boden losfallen.

00:05:41: Ich habe mir ein gutes Netzwerk aufgebaut und ich bin in verschiedenen Bereichen aktiv gewesen.

00:05:46: Irgendwie wird es schon weitergehen.

00:05:47: Das war immer meine Bauchgeschichte um mich selbst vertrauen.

00:05:51: Das ist wunderbar!

00:05:52: Jetzt möchte ich mal über die Kammer sprechen weil viele sagen IHK ja da muss man ja drin sein.

00:05:58: Was machen sie eigentlich für mich?

00:05:59: das höre ich immer wieder besonders von Kleideren unternehmen und dann sage ich denen, ähm du weißt gar nicht was deine Kammer für dich macht.

00:06:06: Ne ne da muss ich ja... ist ja Zwangsmitgliedschaft!

00:06:09: Ja ich sag aber es gibt doch dort eine Menge zu holen und vor allen Dingen kostenlos für Dich.

00:06:15: und sagen die mal, joa habe ich noch nie gebraucht.

00:06:18: naja ich sag, man könnte ja mal fragen zum Beispiel wenn man Daten haben möchte oder nach Standorten fragt oder ähnliches.

00:06:27: Sagen sie doch mal warum so gut und so wichtig, dass ich als Unternehmer-Unternehmerin in der IHK bin.

00:06:33: Was machen Sie alles für uns?

00:06:35: Ich glaube das haben sie gerade besser beantwortet als es können weil, weich die Kleine nur noch mal, ich bin nicht Hauptgeschäftsführerin einer IHk.

00:06:45: Dann wäre IHKA Niedersachsen, das ist ein Vorallem von sieben Kammern Und ich kenne das Innenleben einer Ihk.

00:06:55: Nur wie soll ich sagen rudimentieren?

00:06:57: Ich habe nie in einer ERK gearbeitet.

00:07:00: Nichtsdestotrotz kann ich Ihnen sagen, warum sich eine Mitgliedschaft in der Kammer lohnt.

00:07:05: Zum einen ganz global gesagt macht jede Kammer die bestmögliche Interessenvertretung für die Wirtschaft, für die Wirtschaftsinteressen also auch für jedes einzelne Unternehmen vor Ort.

00:07:17: dann sind die Kammern im Riesenthema Ausbildung sehr engagiert.

00:07:21: das ist ja das Schwerpunktthema und sie bieten Beratungen rundrum, wo es gebraucht wird.

00:07:28: Ob das für Außenlandsgeschäft ist?

00:07:30: Wenn ich neu gründen will, wenn ich mein Unternehmen übergeben will, also Nachfolge organisieren will, da weiß der nicht irgendjemand zu finden, sondern das muss ja sehr strukturiert organisiert werden.

00:07:41: Also da bieten die Kammern Dienstleistungen an, die jedes Mitgliedsunternehmen in Anspruch nehmen kann.

00:07:48: Ich würde mich ausschließen, an der einen oder anderen Stelle auch eine Gebühr dafür zahlen Aber es ist eine enorm neue Expertise in den Kammern vor Ort.

00:07:57: Das habe ich also wirklich in meinen vielen Themen, die ich da bearbeite gemerkt super, super topaktuell informierte Leute, Superexperten.

00:08:09: Also sie sind wirklich ganz mit vorne dabei wenn's um die ganz verschiedenen Themen geht.

00:08:16: Sie bieten ja verschiedene Ausbildung und verschiedene Seminare an.

00:08:18: Du darfst auch schon mal Seminare bei der EAK halten zum Thema künstliche Intelligenz und stelle immer wieder fest, wie viele Möglichkeiten es dort gibt.

00:08:28: Wie groß die Angebote sind.

00:08:30: Leider werden sie immer nicht so genutzt sondern die kaufen sich dann ein bei den teuren Seminaranbietern und ich sage dann manchmal naja man kann es auch günstiger und vielleicht sogar besser haben aber das ist natürlich eine Sache der eigenen Entscheidung ganz klar.

00:08:45: Lassen Sie uns mal ein bisschen über wirtschafts sprechen, weil im Moment ist ja die Stimmung in ganz Deutschland nicht so fürchterlich gut!

00:08:54: Wir wollen uns mal bisschen fokussieren auf Niedersachsen.

00:08:57: Die Stimmung der Wirtschaft ist angespannt, aber wenn Sie die Lage in Niedersachsen mit vielleicht wenigen Gesetzen beschreiben müssen.

00:09:03: Ist das noch Konjunkturflotte oder haben wir schon eine Standortkrise?

00:09:07: Wie sieht es aus?

00:09:08: Also würde ich vorab mal sagen als IACA-Niedersaxen vertreten wie fünfhundertreißigtausend Unternehmen den Niedernachtern.

00:09:19: von allen sieben Kammern zusammengerechnet, da ist natürlich die Kammer Hannover die größte.

00:09:25: Die Bandbreite ist sehr groß wie viele Unternehmen einzelne Kammern vertreten aber in der Summe sind es fünfhundertdreißig tausend.

00:09:31: Bei diesen Unternehmen machen wir regelmäßig Umfragen.

00:09:35: das ist auch das große Fund was wir in der Kammerorganisation haben.

00:09:39: unter anderem machen wir umfragen zum Konjunkturklima einmal im Quartal.

00:09:45: Die letzten Zahlen sind also, wie wir gerade vorliegen haben vom ersten Quartal.

00:09:49: Und erst im Quartale XXVI.

00:09:51: und da fragen wir die Unternehmen zum einen Wie ist aktuell deine Geschäftswage?

00:09:59: Und wie ist die Erwartung für die nächsten zwölf Monate?

00:10:02: Das geht im Moment Schritt für Schritt weiter runter.

00:10:05: Und der Konjunktur-Klimaindex, der berechnet sich ein kompliziertes Modell nach den aktuellen Lage und nach dem Ausblick auf die zwölf Monate.

00:10:15: Der ist jetzt wieder weiter abgesagt.

00:10:17: Er liegt also deutlich unterhundert bei neunundsebzig Punkten davor in dem Quartal war er eighty fünf und davor war er ninety zwei.

00:10:25: Also es geht weiter runter und alles was unterhundert ist, ist schlecht.

00:10:29: Ist eine eine Konjunktorlage wo wir sagen da macht keinen richtigen Spaß mehr.

00:10:34: Ich glaube auch, das war Ihre Frage.

00:10:36: Das ist ein Stück weit Standortkrise beziehungsweise ich würde sagen Krise der Industrie weil wenn wir noch mal in die Industrie gucken dann sehen wir dass es der Industrien im Niedersachsen aber auch an anderen Standorten in Deutschland wirklich schlecht geht und wir sehen auch das Zechtausende Unternehmen in die Insolvenz gehen bzw.

00:11:00: auch ins Ausland abwandern, weil sie an Standort Deutschland und auch am Standort Niedersachsen nicht mehr investieren.

00:11:09: Das ist wirklich deutlich zu sehen in unseren Umfragen.

00:11:15: und die Unternehmen, die noch bereit sind zu investieren Wir nennen das Erhaltungsinvestition, also Reparaturen oder gar in Rationalisierung.

00:11:29: Aber sie investieren nicht in die Zukunft, in neue Maschinen, in neuen Technologien und in neue Produkte.

00:11:37: Also da passieren wenig Innovationen.

00:11:39: Und das ist ja das was wir eigentlich brauchen um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.

00:11:44: Also Innovationen, die wir heute nicht auf den Markt bringen, fehlen uns in den nächsten Jahren, wenn wir gegenüber anderen Unternehmen, anderen Standorten und anderen Nationen wettbewerbsfähig sein wollen.

00:11:56: Also von daher ist es schon eine Krise die mehr isst als so ne kleine Konjunkturwelle.

00:12:02: Delle

00:12:05: investieren heißt ja für Unternehmer immer auf die Zukunft zu setzen in die Zukunft, zu vertrauen.

00:12:11: In meinen Gesprächen mit Unternehmern da höre ich schon das eine oder andere Mal dass sie sagen ja wir würden gerne investieren aber wir wissen gar nicht worauf wir uns verlassen können.

00:12:22: also Zukunft ist natürlich variabel und am besten können wir mit der Zukunft arbeiten wenn Sie selber gestalten.

00:12:28: Das gelingt den wenigstens Unternehmen.

00:12:31: Aber was ist denn... Größte Probleme im Moment sind es die Kosten, das ist die Bürokratie und die fehlende Verlässlichkeit.

00:12:39: Was macht den Unternehmer Angst oder lässt sie so zögerlich agieren?

00:12:43: Aus allem was Sie schon erwähnt haben ein bisschen mehr.

00:12:47: Also ich glaube tatsächlich im Moment ist es sehr stark die Energiepreise.

00:12:51: Die Energienpreise sind überhaupt nicht mehr wettbewerbsfähig.

00:12:55: Wir sind bei uns sehr hoch.

00:12:57: wir sind natürlich explodiert durch den Auskonfliktstraße von Homosen Und die Engpässe, die da waren.

00:13:05: auch vorher schon lagen sie deutlich über den Niveau in anderen Ländern.

00:13:10: Also sind es zum Teil ganz harte Kostenfaktoren, wo man sagt, da investiere ich nicht mehr in Deutschland.

00:13:16: Da gehe ich lieber ins europäische Ausland nach Koacien oder ich gehe in die USA wie auch immer.

00:13:23: also das ist ein Grund, den Stammort zu wechseln.

00:13:28: aber Ich sehe eben auch sehr deutlich was Sie sagten Die Verlässlichkeit.

00:13:31: Die Politik ist im Moment nicht verlässlich.

00:13:35: Das ist zum einen ganz global geopolitisch, wenn man da guckt die Politik von Donald Trump heute bis oben morgen so.

00:13:42: Da wird man ja irre.

00:13:43: Man traut sich hier an gar nicht den Nachrichten einzuschalten und schon wieder sind die Zölle andere und sind alte Deals hinfällig.

00:13:50: Deals sowieso ob man in der Politik mit Deals arbeiten sollte aber selbst Wenn man es tut, dann sind sie am nächsten Tag wieder hinfältig oder in der nächste Woche.

00:14:01: diese Verlässlichkeit fehlt und sie fällt auch in der nationalen Politik.

00:14:06: Hier wird auch viel diskutiert oder vorgeschlagen, oder gar entschieden und am nächsten Tag wird es wieder zerredet.

00:14:15: Das ist etwas was die Wirtschaft sehr verunsichert nach dem Motto ja was denn jetzt?

00:14:19: worauf lasse ich mich denn ein wenn ich investiere?

00:14:21: das ist ja nicht eine Entscheidung fürs nächste Jahr sondern vielleicht für den nächsten zehn Jahre und da brauche ich wirklich klare verlässliche Rahmenbedingungen.

00:14:32: dann die sind oft nicht vorhanden.

00:14:34: Naja, und?

00:14:36: Ja, Thema Bürokratie hatten sie auch am Geschmack.

00:14:39: Als wir den Gedanken übertragen, genau diesen Begriff wollte ich gerade anbringen.

00:14:42: Gerne!

00:14:45: Also wollen Sie oder...?

00:14:47: Nein, nein, okay.

00:14:48: Nehmen wir mal das Beispiel Bürokratee also eine Sache wo aber auch Unternehmer... unterschiedlich an Sichten haben.

00:14:57: Krankschreibung ab dem ersten Tag, der ein oder andere Unternehmer wird sagen klar cool, dann kommen die Leute zur Arbeit geben sich mehr Mühe.

00:15:04: da sagen die Ärzte um Gottes Willen das hat doch alles funktioniert.

00:15:09: was sollen wir denn jetzt noch tun?

00:15:11: Jetzt kommt jeder Arbeitnehmer und will am Ersten eine Krankenschreibung.

00:15:15: wie sollen wir uns um Patienten kümmern?

00:15:16: also dass ist auch etwas wo wieder einen Rückschritt in Richtung Bürokratie getan wurde.

00:15:24: Weniger Vertrauen oder wie sehen Sie das?

00:15:27: Also sie glauben gar nicht, was bei mir im Büro gestern los war.

00:15:30: Die Leute wollen, wie soll das gehen wenn ich mal eine Migräne habe.

00:15:34: Es gibt Kollegen die haben damit dramatisch zu tun und können dann einen Tag lang wirklich nicht aus dem Bett dunkel und ruhig und am nächsten Tag stehen sie wieder munter vor der Tür von der Bürotür.

00:15:47: Wie soll ich das machen?

00:15:49: Ich sage, es bleibt mal ganz entspannt.

00:15:51: Wir finden da untereinander schon Regelungen.

00:15:53: Wir sind ein kleines Team und das kriegen wir hin.

00:15:55: Und dann sehe ich aber dass die Regierungskoalition oder der Koalitionsausschuss gestern gesagt hat sollen doch die Betriebe entscheiden so mit Betriebsräten usw.

00:16:08: überlegt wie er das in eurem Laden hinkriegt.

00:16:12: Das heißt Ich interpretiere es so, der Staat gibt gar nichts mehr vor.

00:16:18: Aber er gibt eine Freihung und sagt da wo vielleicht das für notwendig gesehen wird die dieses Spielregen einzuschränken könnt ihrs tun?

00:16:29: Und wo ist nicht notwendig ist?

00:16:31: Da lasst ihr's eben!

00:16:32: Also man könnte auch positiv sagen, da wird mir Freihungen gegeben.

00:16:37: Der Staat sagt nicht dass muss jetzt so sein sondern der Staat sagt ich hebe auf die Karrensmöglichkeit und jetzt guckt ihr selber, wie er zurechtkommt.

00:16:48: Da ist auch die Frage, wie gut können Leute mit Freiheiten umgehen?

00:16:52: Also ich erlebe das an anderen Stellen.

00:16:54: wenn man im Baubereich Dinge freige und sagt, das könnt Ihr in den Kommunen entscheiden dann ist die Frage also Erleichterung bei der Vergabe?

00:17:05: ja wieso ich es denn jetzt machen und plötzlich muss ich Verantwortung übernehmen Und plötzlich muss ich meinen Betriebsrat oder in meinem Unternehmen vielleicht Gespräche führen und Dinge entscheiden, die ich vorher nicht entschieden habe.

00:17:16: Also ja es ist ein Riesenaufräger aber ich würde sagen entscheidet in eurem eigenen Unternehmen wie ihr das regeln wollt.

00:17:27: Wenn denn dass die Intention war dann ist es recht kommuniziert worden?

00:17:31: Weiß ich nicht!

00:17:32: Aber was ich weiß wir regen uns über alles auf und man könnte auch sagen Gestern hat der Koalitionsausschuss wirklich einen riesen Schritt nach vorne gemacht.

00:17:44: Hat Dinge erleichtert, Möglichkeiten geboten, freigegeben und jetzt müssen wir damit umgehen.

00:17:53: Sofort wird wieder an jeder Stelle dann mal mehr vom Staat gewollt, mal wieder weniger.

00:17:59: also es ist schwer in diesen Zeiten auch Politik zu machen.

00:18:03: das muss

00:18:03: ich auch mal sagen.

00:18:04: Das ist wie in der Familie.

00:18:05: Jede Entscheidung, die Mama und Papa treffen... ...die Kinder sagen es immer schlecht ausser sie sagen es gibt heute Eis dann ist alles in Ordnung.

00:18:13: Dieses

00:18:13: Eis verteilen war ja in gewisser Weise der Tankrabatt wenn man das so sagen darf.

00:18:18: nun gibts kein Eis mehr.

00:18:19: nun drehen sich alle wieder drüber auf und sagen oh Gott was sollen wir tun?

00:18:23: Gut!

00:18:23: Auch ein Waldes Thema will ich jetzt nicht anschneiden, aber ich will eins anschneiden.

00:18:27: Wir haben in Niedersachsen wir haben eigentlich alles!

00:18:30: Wir haben Häfen, wir haben Wind und Fläche.

00:18:32: Wir sind Industrie, Mittelstand Forschung Automotive Wasserstoff.

00:18:37: Und trotzdem ist nicht so der richtige Aufbruch da.

00:18:41: Woran mag es liegen?

00:18:43: Was können wir in Niederachsen noch optimieren und verbessern?

00:18:46: Also

00:18:47: wenn man sich jetzt Infostruktur sehe... Wir haben auch sehr lange von der Substanz gelegt Das wird erkannt und die Landesregierung bzw.

00:19:00: das Wirtschaftsministerium hat jetzt auch viele Mittel neben den Bundesmitteln für die Infrastruktur bereitgestellt, aber ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass dauert Jahre.

00:19:10: also wir müssen Zässe beschleunigen damit es voran geht, damit es auch spürbar wird, damit sie sichtbar wird im Land Wobei ich prophezeihe.

00:19:18: wenn das losgeht wird das Genörgel losgehen über die vielen Baustellen Und da muss man die Gesellschaft auch darauf vorbereiten.

00:19:25: Das will Minister Tonne, unser Wirtschaftsminister Jaton wirklich sagen.

00:19:30: ich habe dahinten ein gutes Zielbild.

00:19:32: Ich will was Gutes erreichen und wenn wir durchhalten und uns zusammenraufen stehen in zehn Jahren Daumen haben super Bahninfrastruktur Superhelfen, Super Straßen alles gut angeboten, gebunden nichts mehr Marode.

00:19:45: Es wird ein blutiger Weg es wird eine harte Zeit aber da will ich hin.

00:19:51: Also dieses Zielbild brauchen wir, das fehlt mir an manchen Stellen.

00:19:56: Damit die Gesellschaft bereit ist, die Dinge hinzunehmen, die Unannehmlichkeiten, die Schwierigkeiten und die Einschränkung... Da ist ja heute kaum noch jemand bereit zu mal vor der eigenen Haus hier zu sagen Ja verdammt jetzt ist es so!

00:20:11: Mir geht's auch gerade so dass ich sage Verdammt meine Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover ist gesperrt.

00:20:17: Ich muss jetzt zehn Wochen irgendwie mich durchmorgen und hatte letzte Woche jeden Tag sechs bis neun Stunden im Zug.

00:20:23: Täglich, weil es verspätung gab stellwerk kaputt und die fahrt aber sowieso im moment drei stunden.

00:20:29: dann bin ich umgestiegen aufs wohnmobil und so weiter.

00:20:31: also es ist ein hängen und würgen über zehn monzehn wochen.

00:20:35: aber wenn ich weiß danach wird er so gut als ich hoffe dass die strecke danach schluckt und ich in fünfzig Minuten wieder in Hannover bin.

00:20:42: Also wir brauchen einen ein zielbild und sagen So soll es werden und deshalb haben wir Einschränkungen hinzunehmen.

00:20:50: Ich finde, da muss man die Gesellschaft mitnehmen also beim Thema Infrastruktur.

00:20:55: Beim Thema Bürokratieabbau müssen wir auch spürbare Zeichen setzen.

00:21:01: Und da hat die Landesregierung jetzt einen geschickten Schachzug verkündet Und hat gesagt, bis Ende des Jahres werden wir alle Berichtsdokumentations- und Meldepflichten, die nicht unbedingt gebraucht werden aus rechtlichen oder Sicherheitsüberlegungen.

00:21:19: Die werden wir einstampfen.

00:21:23: Da wird es mal richtig spürer, da wird richtig Bürokratie abgebaut.

00:21:27: aber mir fehlt im Moment die Vorstellung wie soll man das schaffen?

00:21:31: Ich sehe auch noch nicht haben alle Ressorts ihre gemeldet, wieviel sind das?

00:21:37: In das Fünfzig oder fünftausend in einem Ministerium, in einem Ressort.

00:21:44: Da soll alles bei der Staatskanzlei gesammelt werden und ausgewertet werden.

00:21:50: Also ich hoffe, da kommen Ergebnisse, sonst ist es wieder dieses Ankündigen und alle sagen ja okay jetzt passiert was und dann fallen nachher vielleicht fünf Berichtspflichten weg.

00:22:00: Das darf nicht passieren!

00:22:04: Sie fragten Was muss passieren?

00:22:06: Wir brauchen gute Ideen, wir müssen sie umsetzen und wir müssen der Gesellschaft klar sagen was wir tun.

00:22:12: Und warum wir es tun?

00:22:13: Damit sozusagen nicht sofort alles wieder zerredet wird, mies gemacht wird.

00:22:20: dann geht da so eine Spirale in so einer Abwärtsspirale ingang.

00:22:24: die müssen wir dringend unterbrechen und aufhalten.

00:22:28: Ich hätte eine Lösung.

00:22:29: das ist meine Doppelfauchstrategie.

00:22:34: Jetzt sind Sie gespannt.

00:22:35: Es ist ganz einfach, es steht für Verantwortung und Vertrauen.

00:22:40: Denn nur wenn wir Verantwortung und vertrauen selber übernehmen und Vertrauen geben dann brauchen wir nicht so viel Bürokratie.

00:22:48: aber es fängt leider im Kleinen an dass die Leute die Kippe auf die Straße werfen das sie hier in den Müll hinbringen und ähnliches da sie nicht in der Lage sind im kleinsten Kreis Verantwortung zu übernehmen und daran hapert es eigentlich.

00:23:02: Ich sehe das auch im Gerichtswesen, ich bin noch nebenbei Ehrenrichter beim Sozialgericht wie viel Bürokratie dahinter steckt.

00:23:11: man könnte das alles viel viel einfacher machen wenn wir auch in den Prädtrieben mehr Vertrauen walten lassen würden und die Leute die Unternehmen müssen dann verantworten sind.

00:23:22: aber ich glaube dass wird in vielen vielen Jahren noch nicht passieren.

00:23:30: Das ist genau der Punkt.

00:23:35: Aber was ich erlebe, das Erste ist wenn man irgendwas ein Problem setzt, die Reflex ist regulieren, Personal einstellen und kontrollieren.

00:23:46: Das ist reflexartig, wenn wir Dinge verändern wollen.

00:23:50: Und ich glaube, man muss mehr auf Vertrauen setzen.

00:23:55: Also ich muss auch der Wirtschaft vertrauen und wenn ich es da in fünf Jahren, ihr habt's nicht geschafft beim Thema Dekorbonisierung

00:24:01: usw.,

00:24:01: dann kann ich ja mit Sanktionen drohen.

00:24:04: Aber das Vertrauen würde enorm Bürokratie abbauen.

00:24:09: Ich finde, also das ist meine persönliche Meinung.

00:24:12: Wenn es dann nicht funktioniert mit dem Vertrauensverantwortung, muss man aber auch regeros die Konsequenzen aufzeichnen.

00:24:18: und das dauert bei uns so wahnsinnig lange bis zum Prozessengang gesetzt wird dieses und jenes umgelegt.

00:24:24: Und dann denke ich manchmal oh Gott setz doch bitte mal mehr Unternehmer daran weil sie denken pragmatisch.

00:24:30: in der Regel denken die dramatisch.

00:24:31: Ach da hat jemand Blödsinn gemacht.

00:24:33: was machen wir?

00:24:33: Wie können wir das verhindern jetzt mal und wie können wir verhindert dass er das wieder tut?

00:24:38: Okay, aber das ist einfach so.

00:24:41: Ich will mal auf etwas ganz anderes kommen und zwar dein Industrial Accelerator Act in Europa.

00:24:49: Da sagen viele... Was sind das für ein Quatsch?

00:24:53: Aber

00:24:53: es hat ja auch mit Wirtschafts... Können Sie uns doch mal bisschen aufgeben.

00:24:57: und nicht dass ich Sie mit der Frage jetzt überraschen wollte, habe ich ja getan.

00:25:01: Aber was ist das?

00:25:02: Was macht das?

00:25:04: Oh!

00:25:05: Das ist

00:25:05: Europas Industrie stärken.

00:25:07: Ja, ja.

00:25:08: Jetzt erwischen Sie mich gerade ein bisschen auf dem falschen Punkt.

00:25:13: Es geht darum, auf Brüsseler Ebene Prozesse zu beschleunigen.

00:25:18: Ein Beschleunigungsgesetz.

00:25:20: Man hat in Brüssel auch so genannte Omnibusse auf den Weg gebracht und will da auch Bürokratie abbauen.

00:25:30: aber ich bin gelegentlich im Brüssel wenn Mit Mitgliedern des Parlamentssprecher.

00:25:38: Super Ideen, super Vorstellungen!

00:25:41: Wenn ich mit Vertretern der Kommissionsspräche merke, wie schwierig das ist und wie die in Denkprozessen verhaftet sind?

00:25:50: Es ist auf Landes- und Bundesebene auch nicht viel anders.

00:25:53: Jemand, der jahrelang in bestimmten Art und Weise gearbeitet hat eben eher mit Misstrauen als mit Vertrauen oder wie auch immer kommt aus der Rolle sehr schlecht raus.

00:26:03: Ich bin sehr gespannt, wie die EU es schaffen will mit den Beschleunigungsgesetzen Dinge zu verändern und mehr Freiraum und eben auch mehr Vertrauen zu ermöglichen.

00:26:16: Es soll ja Europas Industrie stärken, es soll zur Decarbonisierung Führen, dass man sagt naja also weniger CO-Zweihausstoß und elicht das soll es ja sein.

00:26:28: Und es soll natürlich etwas das haben die abgekupfert von uns von made in Germany soll jetzt heißen Made In EU.

00:26:35: Das heißt dass sie Leute sagen Mensch das ist nicht mehr made in China das is made in EU.

00:26:40: Dann kaufe ich das doch viel lieber auch wenn's ein bisschen teurer ist.

00:26:43: Also das ist wohl der Kern der ganzen Geschichte

00:26:47: Und da teilen sich die Geister tatsächlich.

00:26:50: Also wie viel Abschottung wollen wir?

00:26:52: Ist es wichtig, dass wir uns abschotten und sagen made in Europe und nur hier einkaufen?

00:26:58: und wer auf den Markt will muss bestimmte Dinge erfüllen also europäische Standards?

00:27:05: oder sage ich nicht Ich lasse mehr Wettbewerbs zu und gebe unseren Unternehmen mehr Spielraum, mehr Möglichkeiten weniger Regulierung, damit sie mit dem europäischen, mit dem chinesischen oder welchem Markt auch immer mithalten können.

00:27:23: Ja und im Moment ist das wieder so ein Reflex wir schotten uns ab und dann wird es uns besser gehen.

00:27:30: Und diese Abschottung also es ist Sehne umstritten.

00:27:34: Also wie als kann man sagen auch eher... Wir müssen ein Gesamtinteresse vertreten.

00:27:40: Wir haben Unternehmen, die sagen Gott sei Dank jetzt können ich mich abschotten von chinesischen Angeboten, vom chinesischer Konkurrenz.

00:27:48: und andere sagen bloß keine Abschottung sondern liebe Regierung, liebe Politik geht mir mehr Spielraum, mehr Beinfreiheit dann komme ich schon klar mit den chinesischem Angeboten.

00:27:58: Und dann bin ich auch konkurrentsfähig.

00:28:00: umsenkt den Energiepreis Dann bin ich erst recht konkurrenzfähig.

00:28:06: Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust und auch bei vielen Leuten in der IHK.

00:28:11: Europäische

00:28:11: Industriepolitik überhaupt schnell genug umsetzen oder verlieren wir da im globalen Wettbewerb?

00:28:17: Sind die Voraussetzungen natürlich?

00:28:19: Chinesen sind es unsere vielen Dingen weit voraus, dann lieber leider verstorbener Freund Professor Knobloch, der sagt ja ich war mal vor zehn Jahren war ich bei BYD und da wusste ich sofort in Deutschland haben wir keine Chance mehr mit der Automobilindustrie.

00:28:33: das hat er mir sehr lebhaft geschildert.

00:28:36: Es geht darum auch von anderen zu lernen, den Stärken der anderen zu lern.

00:28:40: Was machen die Chinesen besser?

00:28:42: Das fängt mit der Arbeitszeit an, mit der Arbeitsmodivation und ähnlichen Dingen.

00:28:46: Ich glaube da sind wir noch ein bisschen hintertreffen.

00:28:47: Da könnten wir doch von der Welt etwas lernen!

00:28:53: Also der berichtete ganz klar, Sie stellen sich ein auf den lokalen chinesischen Markt und sie werden auch lokal in China um auch ihre Standorte hier überhaupt halten zu können.

00:29:05: Und er sagte wenn wir nicht in den nächsten Jahren, er hat keinen genauen Zeitraum genannt massiv deregulieren muss deregulation dann werden wir ich nenne es mal so mit meinen Worten hier so ein Heimatmuseum werden.

00:29:19: Dann werden wir eher so ein Freilichtmuseum, wo man später hingeht und sagt, guck mal hier.

00:29:25: So war das früher.

00:29:26: Und dann arbeiten wir noch und da wird man uns als freilicht museum sehen.

00:29:33: also massive Deregulierung und da ist die Abschottung eigentlich genau der falsche Weg.

00:29:39: Das ist ein Schnellschuss, um etwas spürbar zu machen aber löst nicht das wirkliche Problem und macht uns langfristig nicht wettbewerbsfähiger gegen die internationale Konkurrenz.

00:29:55: also da haben wir eine riesen Herausforderung wieder auf den Grünen Zweig zukommen.

00:30:02: Was wünschen Sie sich von Unternehmerinnen und Unternehmen?

00:30:04: Mehr Geduld mit der Politik oder mehr Druck auf die Politik.

00:30:08: Was meinen Sie, wäre der bessere Weg?

00:30:12: Der Geduldschaden ist gerissen.

00:30:14: also wenn wir Sitzungen in Berlin haben bei der DIHK eine Vollversammlung dann sitzen da auch gestandene Präsidenten.

00:30:23: das sind Unternehmer.

00:30:25: Also da berichten manche wirklich mit zittriger Stimme wie Jetzt hätte ich fast gesagt beschissen, um ihr Unternehmen zu tun.

00:30:33: Ich habe es ja nicht gehört!

00:30:34: Genau wie schwierig die Lage ist dass sie Leute entlassen müssen.

00:30:39: also da ist mit Geduld glaube ich im Moment nichts mehr zu machen sondern es hilft nur...ich will's gar nicht Druck nennen.

00:30:48: ich würde sagen Politikberatung.

00:30:49: also wirklich immer wieder deutlich machen wenn er die Entscheidung jetzt nicht trifft und wenn er das laufen lässt dann wird es die und die Konsequenzen haben.

00:30:58: Das müssen wir immer deutlich machen, und immer wieder deutlich machen welche Spielräume die Wirtschaft braucht.

00:31:06: Es wird ja oft so getan als wäre die Wirtschaft das Problem Und die Wirtschaft ist Teil der Lösung und das muss in die Köpfe.

00:31:15: Wir haben gar nicht über das Thema Sicherheit und Verteidigung gesprochen.

00:31:20: aber wenn Resiliente Gesellschaft wollen, dann brauchen die mit den Bedrohungen vor denen wir stehen, die uns auch mehr und mehr ereilen werden.

00:31:29: Wenn wir eine resiliente Gesellschaft brauchen, brauchen wir eine resiliente Wirtschaft, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft.

00:31:36: wenn wir das nicht schaffen Die Arbeitsplätze gehen zurück, die Konsumeneigung geht weiter zurück.

00:31:43: also dann fällt so eine Gesellschaft ich sage mal in so einer Depression dann kommen wir in ein ganz schwieriges Fahrwassern.

00:31:50: Also mit Geduld ist da nichts mehr zu machen, sondern wirklich massive Forderungen.

00:31:56: und vielleicht muss man der Politik sagen einfach auch mal sein lassen, einfach mal ausprobieren, einfach einmal auch Experimentierfelder geben.

00:32:05: Gewerbegebietung sagt hier musst du dir jetzt mal bestimmte Regeln gar nicht beachten.

00:32:10: mach einfach mal gerade auf für Start-ups.

00:32:13: Ja also Start-ups darf ich am Anfang nicht gängeln, sondern muss sagen probiert ausmacht.

00:32:19: Ihr kriegt mal keine Regeln und wir gucken was bei rauskommt.

00:32:23: Super!

00:32:24: Also da schließt sich folgende Visionsfrage an.

00:32:27: Nehmen wir einen anderen Kontext.

00:32:29: denn nehmen wir mal an sie wären für eine Woche die Wirtschaftsministerin.

00:32:34: Aber wenn Sie sagen, was würden sie ändern?

00:32:37: Aber das wird ja nicht funktionieren.

00:32:38: Denn wir wissen jetzt gibt es so viele Zwänge und ehemalige... Nehmen wir mal an!

00:32:42: Sie wären die Königin des Wirtschaftsministeriums Und könnten wie ein Herr Trump sagen per Dekret Das machen wir, das machen wir nehmär.

00:32:50: machen lieber das.

00:32:51: Was würden Sie tun um die Wirtschaft in Deutschland wieder voranzubringen?

00:32:56: Also die Vorstellung Königinnen und so weiter entfällt mir total schwer.

00:33:01: Aber ein Minister reicht doch nichts, muss man sagen.

00:33:04: Weil der Kontext in dem er sich bewegt ist doch ein anderer als sein König.

00:33:07: Vielleicht

00:33:08: reicht auch Bundeskanzlerin oder wie auch immer?

00:33:10: Ja

00:33:10: okay also Bundeskantlerin.

00:33:13: Also was ich mir als erstes wünschen würde es in Berlin eine Koalition zu haben die klar definiert wo sie hin will in zehn Jahren, wo stehen wir jetzt?

00:33:25: Wo will ich

00:33:26: hin?".

00:33:27: Und die dann ganz klar... Ich nenn's mal Spielfelder benennt.

00:33:32: Und dann ganz klare sagt Die Schwarzen kriegen dieses Spielfeld, die Roten kriegen jenes Spielfeld und dürfen dann, ich will nicht sagen tun und lassen was sie wollen aber es wird keine faulen Kompromisse mehr geben.

00:33:46: Das ist das was uns glaube ich schwächt dass wir ein bestimmtes Ziel haben, den Weg kennen.

00:33:52: Aber dann mühsam, ja so funktioniert eine Demokratie, mühsam austariert und du kriegst ein bisschen ich kriege ein bisschen usw.

00:34:00: Und das verwässert alles, schwächt die Entscheidungen und das spüren die Leute.

00:34:06: Das spürt auch die Wirtschaft.

00:34:07: Deshalb haben wir bei den Vorschlägen, die gestern rauskamen geht sofort die Diskussion los zu wenig zu wenig.

00:34:17: Dann macht es richtig spürbar, damit man sagt ja wohl hier kriege ich jetzt Spielraum für Investition.

00:34:27: Wenn ihr Bürokratie entlasten wollt, sagt ganz klar welche Regeln werden jetzt auch die Schnelle abgeschafft?

00:34:35: und wenn sie der anderen Seite wehtun dann ist das so?

00:34:39: Natürlich müssen wir auch damit leben dass Ich sage jetzt mal im Bereich der Sozialgesetzgebung, Dinge passieren wo die Wirtschaft sagt muss das sein?

00:34:50: Ja.

00:34:51: Das ist das Spielfeld der Sozialdemokraten.

00:34:55: Also teilt die Spielfelder auf macht es transparent, sagt es klar und deutlich und dann handelt und handelt massiv und nicht so butterweich.

00:35:05: Ah, also die Roten spielen nur am roten Spielfeld.

00:35:07: Die Grüne im grünen Spielfeld und die schwarzen spielen in den dunklen Spielfernland.

00:35:11: Das habe ich jetzt verstanden.

00:35:12: Finde ich sehr gut und plastisch beschrieben.

00:35:15: Wunderbar!

00:35:16: Also ob das so funktioniert?

00:35:17: Aber das wäre meine Erwartung.

00:35:19: Und vor allen Dingen wo wollt ihr hin?

00:35:21: Was brauchen wir um dahin zu kommen?

00:35:23: Zeig das auf und nochmal... Ich wiederhole mich da aber die Leute sind bereit dazu wenn sie wissen wofür Sie Einsparungen, Einschränkungen unangenehmes hinnehmen müssen.

00:35:35: Es macht Ihnen denn trotz aller Probleme Mut, wenn Sie auf Niedersachsen schauen.

00:35:40: Wo liegt da das Potenzial?

00:35:54: Forderungen der Kammern, das wir gesagt haben.

00:35:56: Wir müssen uns im internationalen Umfeld viel besser präsentieren mit unseren Potenzialen und ein riesiges Potential.

00:36:04: was wir haben ist die das Thema Energie.

00:36:07: Wir sind Energieland Nummer eins.

00:36:09: Wir produzieren Energie, wir müssen nur gucken dass wir sie jetzt auch schleunigst gut verteilt kriegen.

00:36:16: Dass wir die Netze ausbauen Schwieriger Punkt, dass viele Unternehmen, die investieren wollen gesagt haben.

00:36:24: Ja du willst ein Elektrolyseur?

00:36:27: Du willst Wasserstoff herstellen aber du brauchst dafür einen hohen Netzanschluss.

00:36:32: in zehn Jahren sind ja soweit das wir dir geben können.

00:36:35: Das ist natürlich dramatisch.

00:36:38: Aber auch das hat die Politik in Niedersachsen aufgegriffen.

00:36:41: Der Ministerpräsident persönlich hat zu diesem Thema eine Arbeitsgruppe eingewichtet, da bin ich auch drin, dass wir wirklich gucken wie können wir dieses Thema Netzanschlüsse beschleunigen damit wir unseren Vorteil Energieland Nummer eins wirklich gut ausspielen können?

00:37:00: Wir sind Agrarland.

00:37:02: Ich weiß, ich bin nach hier Nummer eins.

00:37:03: Aber ich glaube fast auch da haben wir einen riesen Potenzial.

00:37:07: in der Ernährungswirtschaft gegessen wird auch immer Wir haben eigentlich ein Riesenpotential in der Automobilwirtschaft.

00:37:17: nur leider krenkelt VW jetzt im Moment und damit auch viele Zudieferwaren.

00:37:23: Da sind wir an einer schwierigen Lage.

00:37:25: das heißt wir müssen gucken dass wir die Automobil Wirtschaft wieder auf guten Kurs kriegen.

00:37:31: Also ich will sagen, wir haben da wirklich viel Potenzialen.

00:37:35: Wir haben auf viele Start-ups.

00:37:37: das nimmt in Niedersachsen mehr und mehr Fahrt auf.

00:37:43: Wir habe viele kluge Köpfe.

00:37:45: Wir vergeben ja auch einen Innovationspreis alljährlich über Nieder Sachsennext die Wirtschaftsagentur des Landes und mit unserem Innovationsnetzwerk, dass sie in Nieder Sachsen haben.

00:37:59: Da bin überrascht, wie viele gute Ideen es gibt.

00:38:06: Tolle Leute, tolle Entwicklungen und tolle Entdeckungen... Also wir haben viele, viele kluge Köpfe!

00:38:13: Und darauf setze ich auch, dass ich sage also Deutschland ist immer noch ein Land von hoher Bildung mit klugen Köpfen.

00:38:26: Ich glaube wenn's richtig eng wird, schneifen wir alles zusammen und schaffen den Turnaround.

00:38:33: Also da wirklich auf die Leistungsbereitschaft, den Leistungswillen...

00:38:41: Frau Schaf vielleicht zum Schluss?

00:38:43: Wenn wir uns in fünf Jahren ist ja eine riesige lange Zeit im KI-Zeitalter sind in fünf Jahre sehr lang.

00:38:48: wenn wir dann nochmal sprechen woran würden Sie erkennen dass Niedersachsen all seine Chancen genutzt hat und was hat sich verändert?

00:38:55: Ich

00:38:56: würde das als erstes erkennen an der Infrastruktur meine eigene Schienestrecke, dass ich sage, der Verkehr läuft viel klatter, viel pünktlicher, viel schneller und viel weniger staus.

00:39:11: Wobei fünf Jahre dafür ein eigentlich zu kurzer Zeitraum sind.

00:39:16: Ich würde es erkennen wenn die Energiepreise runtergehen die netzentgelte Niedriger sind, die Netzanschlüsse besser funktionieren, zielgenauer funktionieren.

00:39:31: Ich würde es erkennen wenn die Berichtsdokumentations- und Meldetschichten, die man jetzt gerade einsammelt deutlich reduziert werden.

00:39:39: das heißt ich hoffe dann zu sehen so viel berichtspflichten gab es in Niedersachsen.

00:39:48: dann könnte man das glaube ich sehr, sehr deutlich sehen.

00:39:51: Ich würde es auch sehen an den Ausbildungszahlen.

00:39:55: im Moment sind die Ausbildung zahlen rückläufig und wir investieren alle kann man investieren sehr viel in das Thema Ausbildung und Anerkennung von Ausbildungen.

00:40:08: mehr Leute in die Ausbildung bringen gerade auf dem Bereich der Medikation mehr Leute.

00:40:18: Also auch da, glaube ich wäre es schön nach fünf Jahren zu erkennen das haben wir geschafft.

00:40:23: Es sind mehr Leute in der Ausbildung als wir es bisher schaffen.

00:40:31: Wir hoffen dass sie zumindest zum Teil so eintreten können.

00:40:35: Liebe Frau Schärf, ich sage ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit und für diese vielen inspirierenden Gedanken die Sie uns mitgegeben haben.

00:40:43: Hoffen wir dass ein Teil davon auch verwirklicht wird und das viele aus Politik und Unternehmertum diesen Talk hören!

00:40:52: Ich danke Ihnen hat mir Spaß gemacht war ein spannender Austausch.

00:40:55: Vielen Dank.

00:40:58: Erfolg braucht Verantwortung.

00:41:00: der Podcast von und mit Udo

00:41:02: Gast.

00:41:03: Für Unterstützung und Beratung kontaktieren Sie ULO-Gast.

00:41:07: Die Kontaktdaten finden sie in den Shownauts.

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