Prof. Dr. Julia Frohne – KI gekauft, aber keiner nutzt sie
Shownotes
Teure KI-Lizenzen gekauft – und keiner nutzt sie? Genau das erlebt Prof. Dr. Julia Frohne in Unternehmen immer wieder. Denn erfolgreiche KI-Einführung ist weit mehr als eine technische Aufgabe. In unserem Gespräch erklärt die Professorin für Kommunikationsmanagement, warum Führungskräfte bei der Einführung von KI eine Schlüsselrolle spielen und weshalb Transparenz, klare Regeln und die frühzeitige Beteiligung der Mitarbeitenden entscheidend sind. Wir sprechen über Ängste vor Arbeitsplatzverlust, Datenschutz und unkontrollierte KI-Nutzung, über vier unterschiedliche Akzeptanzgruppen in Veränderungsprozessen und darüber, warum Unternehmen ihre Energie nicht ausschließlich auf die lautesten Widerständler richten sollten. Julia Frohne zeigt außerdem, wie KI-Botschafter, eine konstruktive Fehlerkultur und sichtbare Erfolge Akzeptanz schaffen können.
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00:00:03: Erfolg braucht Verantwortung, der Podcast von und mit Udo Gast.
00:00:30: Denn erfolgreiche KI-Einführung ist weit mehr als eine technische Aufgabe.
00:00:35: In unserem Experten Talk erklärt die Professorin für Kommunikationsmanagement, warum Führungskräfte bei der Einführung von KI eine Schlüsselrolle spielen und deshalb transparent klare Regeln und die frühzeitige Beteiligung der Mitarbeitenden entscheidend sind.
00:00:52: Wir sprechen über Ängste vom Arbeitsplatzverlust, Datenschutz und unkontrollierte KI-Nutzen.
00:00:58: Wir sprechen über vier unterschiedliche Akzeptanzgruppen in Veränderungsprozessen und darüber, warum Unternehmen ihre Energie nicht ausschließlich auf die lautesten Widerständler richten sollten.
00:01:09: Julia Frohne zeigt außerdem wie KI-Botschafter eine konstruktive Fehlerkultur und sichtbare Erfolge
00:01:17: in der Akzeptant schaffen
00:01:22: können.
00:01:25: Weise
00:01:26: Unternehmer holen sich Rat von denen, die den Weg schon gegangen sind und die Abkürzungen kennen.
00:01:32: Die Kontaktadresse von
00:01:34: UdoGast finden
00:01:35: Sie direkt in dem Show Notes.
00:01:39: Herzlich willkommen!
00:01:40: Eine neue Folge von Erfolg braucht Verantwortung und wir leben ja in einem Zeitantat der Veränderung.
00:01:45: Wir werden verändert.
00:01:47: das stürmt so viel auf uns ein aber die Frage ist können wir das akzeptieren?
00:01:51: wie gehen wir damit um?
00:01:53: Mein heutiger Gast ist Prof.
00:01:55: Dr.
00:01:55: Julia Frohne, sie ist Professorin für Kommunikationsmanagement an der Westfälischen Hochschule und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Transformationen strategischer Kommunikation und der Frage wie Menschen Veränderung annehmen.
00:02:11: Herzlich willkommen Frau Prof.
00:02:13: Frohner!
00:02:15: Ja herzlichen Dank für die Einladung Herr Gast.
00:02:18: Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Kommunikation, mit Transformationen und Veränderungsbrustern.
00:02:24: Woher kommt denn Ihre persönliche Faszination für die Frage wie Menschenveränderung hinnehmen?
00:02:35: Also ganz sicher einfach aus dem beruflichen Kontext.
00:02:38: Ich habe viele Jahre in der Unternehmensberatung gearbeitet, ich hab mal ganz früh angefangen mit dem Thema der damals genannten digitalen Konvergenz also als zusammengewachsen sind die Hardware, die Softwarebranche, die Musikbranche und die Film- und Medienbranche.
00:02:56: Früher war es ja so, die Telekom hat für uns Kommunikationsdienstleistungen erbracht.
00:03:01: Die Computerbranche hat für unsere Computer erstellt und Software gebaut.
00:03:05: Die Medienfilmbranche hat Content produziert.
00:03:08: Mittlerweile ist die Telecom einer der größten Filmanbieter in Deutschland.
00:03:12: Die Branchen sind total zusammengewachsen, konvergiert.
00:03:16: Das waren um die Jahrtausendwende der Beginn, dass sich etablierte Branchen einfach verändert haben.
00:03:23: Damals noch mit einem gewissen längeren Zeithorizont, sodass die Branchen auch die Zeit hatten sich darauf einzustellen miteinander zu verschmelzen oder neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
00:03:34: und durch das Zeitalter der schnelleren Transformation mittlerweile der künstlichen Intelligenz.
00:03:40: schaffen das die Groschen auch die Unternehmen nicht mehr immer in diesem Tempo, deswegen sprechen wir heute so viel von Disruption.
00:03:49: Und das ist einfach ein Thema wo wir natürlich sehen müssen dass unsere Wirtschaft unser Entwicklungen und auch das worauf wir ja hier immer gut zählen konnten also unser Erfindungsgeist und unser Tempo da einfach mithalten kann.
00:04:05: Sie haben ja sowohl eine Wissenschaft als auch in Unternehmen und auf Geschäftsführungsebene gearbeitet.
00:04:10: Und es gibt ja viele theoretische Forschungen zur Veränderung, was hat sie die Praxis über Veränderungen gelehrt?
00:04:15: Was man aus Lehrbüchern allein wohl nicht lernen?
00:04:18: Ja, die Praxis lehrt einen glaube ich immer.
00:04:20: wenn die Menschen die Veränderungsannehmen und aktiv daran arbeiten dann kommen sie meistens ganz gut damit zurecht.
00:04:28: Wenn sie hoffen dass die Verinnerung vorüber geht und man vielleicht abwartet bis andere sich damit beschäftigt haben, dann kann man relativ schnell ins Hintertreffen geraten.
00:04:39: Und das habe ich eigentlich immer beobachtet.
00:04:42: Ich hab mal ganz früh angefangen nach meinem Studium in der Zeitungsbranche und da haben wir damals mit den Anzeigenleitern darüber diskutiert ob das Internet eine Gefahr wird für die anzeigen Märkte in den Tageszeitungen Insbesondere für den Wohnungsmarkt und im Stellenmarkt.
00:05:02: Das waren ja früher, die älteren mögen sich erinnern ganz dicke Bücher, die man da Samstags vom Kiosk geholt hat mit den Wohnungen anzeigen Und die überwiegende Meinung damals war, nein das wird nicht passieren.
00:05:17: Wir sehen ja wie es sich verändert hat und wo wir heute nach Stellen suchen, wo wir jetzt nach Wohnungen suchen und es gibt eigentlich bis auf die Weltgruppe mit der Immo-Welt da zum Beispiel es geschafft hat sich ganz gut ins digitale Zeitalter nach vorne zu bringen wenige Zeitung die das geschafft haben Und die Frage, ob bestehende Modelle transformiert werden.
00:05:43: Die stellt sich eigentlich gar nicht mehr, sondern wie sie transformiert wären?
00:05:46: Es ist ja also ein Dauerthema!
00:05:48: In jedem Podcast ist das ein Dauerthema.
00:05:50: SKI Also steht glaube ich für kein Interesse... Nein es steht nicht für keine Interesse, es steht für künstliche Intelligenz und bei manchen Unternehmen ist es so dass es durchaus noch für keinen Interesse steht.
00:06:04: oder manche sagen auch kann ich und sie können es dann noch nicht.
00:06:08: Wie beobachten Sie das mit den Führungskräften?
00:06:10: Wie gehen die damit um, kann man ja nicht generalisieren.
00:06:13: aber die einen sagt Ja das führen wir jetzt ein, das müssen wir jetzt machen da haben doch Führungskräfte eine besondere Rolle wenn es eingeführt wird im Unternehmen.
00:06:22: was erleben Sie da?
00:06:23: Ja, absolut.
00:06:24: Also beobachten kann man die ganze Wandbreite von.
00:06:28: ich stecke den Kopf in den Sand bis ich bin da wirklich jemand der nach vorne geht.
00:06:34: was wir aber sehen können in der Forschung ist wenn die Führungskräfte nicht mitziehen ziehen auf die Mitarbeiter nicht mit.
00:06:42: also da haben sie einfach eine besondere Verantwortung Wenn Sie selber den Eindruck vermitteln, ich will damit nicht umgehen.
00:06:50: Ich habe noch fünf Jahre bis zur Rente.
00:06:53: Ich hoffe, ich komme da noch durch und muss mich damit nicht beschäftigen.
00:06:57: Dann wird es die Mitarbeitenden nicht motivieren sich mit den neuen Technologien auseinanderzusetzen.
00:07:04: also die Bedeutung dass Führungskräfte diesen Wechsel annehmen und auch aktiv mitgestalten wollen im Unternehmen ist immens hoch
00:07:15: Das weiß ich beobachte.
00:07:18: Einführungslinare zu KI und wie man das im Unternehmen so ein bisschen einbringen kann.
00:07:23: Und dann erlebe ich sehr häufig also die Faszination bei den Mitarbeitern.
00:07:27: Oh, dass gibt es!
00:07:28: Das ist schon eigentlich... Das muss ich mal meinem Chef erzählen.
00:07:31: Das ist das eine.
00:07:32: Und das zweite ist, dass sich auch einen Publikum haben.
00:07:35: Ja, ich musste ja hin.
00:07:36: Die haben gesagt Ich muss mir das mal anhören aber im Grunde genommen, das nimmt mehr nur die Arbeitsplätze weg.
00:07:42: Ist das mit dem die Kritik der Arbeitsplätzen?
00:07:45: Ist das ein Argument wo viel viele sagen, da will ich nicht mitmachen.
00:07:49: Ich will ja nicht dass mein Arbeitsplatz wegfällt.
00:07:52: Ich glaube das sollte man ernst nehmen.
00:07:54: also wir sehen ja das Arbeitsplätze wegfallen es ist fast jeden Tag in der Zeitung oder in den Medien aber es betrifft im Moment vor allen Dingen die hochtechnologisierten Arbeitsplätzen.
00:08:08: Also es ist jetzt nicht so, dass überall in allen Branchen jetzt reihenweise die Arbeitsplätze wegfallen.
00:08:15: Aber Arbeit wird sich verändern.
00:08:17: Die künstliche Intelligenz ist eigentlich die größte technische Revolution, die wir haben seit der Industrialisierung und auch da haben sich Berufe, Berufsbilder und Arbeit hat sich ja massiv verändert.
00:08:31: Und das werden wir jetzt auch erleben.
00:08:35: Für die Berufe, die wegfallen werden ganz neue Berufsbilder entstehen.
00:08:41: Die Industrialisierung hat uns ja viele Erleichterungen geschaffen.
00:08:44: Also kaum jemand möchte jetzt noch seine Wäsche am Waschbrett waschen oder möchte über offenen Feuer kochen müssen jeden Tag oder sein Geschirr immer selber spülen müssen oder sein Fleisch im Boden verbuddeln mit dem Winter-Eis vom Vorjahr damit es kühl bleibt Und dadurch sind aber auch viele Berufe natürlich weggefallen oder Farben, Gerben, Kleidunggerben.
00:09:12: Ja, wenn schrecklich harte Berufte die die Menschen früh haben alt werden lassen das wollen wir alles nicht mehr machen.
00:09:19: dafür gibt es heute eben Verkäufer Es gibt Industriearbeitsplätze und so wird sich das wieder verändern und wir die das jetzt sozusagen in der ersten Welle mitbekommen werden ist natürlich diese Veränderungen am meisten spür.
00:09:33: Also das kann in zehn Jahren sich schon ganz anders entwickelt haben, weil es neue Ausbildungsmöglichkeiten gibt.
00:09:38: Neue Berufsbilder und dann Menschen gibt die sich speziell für digitale Berufe werden ausbilden lassen.
00:09:47: also damit wir umgehen mit diesen Ängsten müssen wir um gehen.
00:09:50: aber viel mehr als dass ich jetzt Angst um einen Arbeitsplatz haben muss Wir leben ja an Zeiten des Fachkräftemannels ist es ja eigentlich so, dass uns die künstliche Intelligenz auch helfen kann unsere Aufgaben überhaupt noch zu bewältigen.
00:10:05: Also wenn ich meinen öffentlichen Dienst schaue da mache ich ja relativ viel.
00:10:09: Es kommt auch ein bisschen aus meiner Historie.
00:10:11: Ich habe viel im öffentlichen Bereich für einen öffentlichen Sektor oder auch nahe am öffentlichen sektor gearbeitet.
00:10:19: Da fehlen jetzt schon vierhunderttausend Menschen in den Kommunen in den Ministerien, in den Behörden und bis zum Jahr zwanzig dreißig soll es ungefähr eine Million sein.
00:10:30: Das heißt Mitarbeiter müssen heute oft den Job machen von ein oder zwei die einfach nicht mehr da sind oder die krank sind oder sie einfach fehlen.
00:10:40: Und da kann künstliche Intelligenz natürlich eine Menge Erleichterung schaffen und ich glaube das sollte mir wirklich tun was wir dem Glück mehr auf die Chancen richten.
00:10:49: Ich habe das Gefühl, dass wir manchmal so ein bisschen im Dornröschenschlaf sind und das kann ich an einem praktischen Beispiel belegen.
00:10:55: Ich bin auch Ehrenrichter beim Sozialgericht hier in Lüneburg.
00:10:58: Und wir haben ja manchmal Fälle die fahren wenn sie sind sechs Jahre alt.
00:11:01: also es ist unglaublich und da sind der Aktenberge die sind dann so hoch Und das muss ja alles verarbeitet werden.
00:11:09: Also natürlich möchten wir nicht unbedingt eine künstliche Intelligenz, also recht sprecht aber Fakten sammeln auswerten und ähnlichen.
00:11:17: davor könnte KI doch helfen?
00:11:19: Dann habe ich eine Vorsitzende Richterin gefragt wie sieht es denn aus in ihrem Hause?
00:11:24: nutzt sie denn schon KI?
00:11:26: da kam für mich die kennzeichnenden Antwort Wir denken darüber nach So, und wenn wir so lange darüber nachdenken, tun wir nichts.
00:11:34: Machen wir nichts!
00:11:35: Ich glaube das ist immer noch so dass auch gerade im öffentlichen Bereich noch nicht erkannt wird wie wichtig es ist das einzuführen.
00:11:43: Wie nehmen Sie das wahr?
00:11:44: Sie arbeiten ja auch sehr viel mit dem öffentlichem Bereich zusammen.
00:11:47: Ja ich sehe es tatsächlich ein bisschen differenzierter.
00:11:49: wie gesagt ich glaube nicht dass wir einzelne Branchen identifizieren können wo wir sagen da funktioniert super bei den anderen die sind viel zu zögerlich.
00:11:59: Wir sind ja seit zwei Jahren beim großen Forschungsprojekt dabei, UrbanKI.
00:12:04: Wir entwickeln Prototypen für Kommunen aus künstlicher Intelligenz für ganz unterschiedliche Bereiche.
00:12:11: Das bleibt eben nicht stehen bei diesen large language Models über die alle rücken sondern es geht wirklich darum Prädiktoren zu schaffen Systeme zu schaffen vor Umweltkatastrophen waren können, die bei der Klimafolgenanpassung eingesetzt werden können.
00:12:30: Geobasierte Informationssysteme, die helfen können bei der Verdichtung und Versiegelung der Kommunen den Kommunen überhaupt zu zeigen wie hoch ist dieser Grad?
00:12:40: Und wo könntet ihr ansetzen?
00:12:42: Um Verbesserung zu schaffen, wo kann man Solar einsetzen?
00:12:48: Welche Dächer sind dafür geeignet.
00:12:50: Also es gibt ganz viele Möglichkeiten wie uns die KI helfen kann Daten zu sammeln in einer viel schnelleren Form zu aggregieren und zu brauchbaren umsetzbaren Informationen auszuwerten für das wir sonst sehr viele Menschen bräuchten Und ich erlebe schon dass es auch da ist wie überall dass es Beschäftigte gibt in Behörden und Verwaltungen, die das ganz toll finden.
00:13:16: Die eine große Chance sehen in der KI und dass es andere gibt, die da eine große Abwehrhaltung haben und sagen, die KI ist eher eine Bedrohung weil sie tradierte Verfahren und Wege einfach verändert.
00:13:34: Und das ist aber ganz natürlich.
00:13:36: also ich bin ja auch Neben meiner Professur für Kommunikationsmehrschmeld hatte ich auch jahrelang eine für Wirtschaftspsychologie.
00:13:43: und Menschen mögen Veränderungen nicht, weil Veränderung in Unsicherheiten schaffen.
00:13:49: Und die Unsicherheit... kostet Energie, mindestens mal Aufmerksamkeit.
00:13:54: Aber auch wir müssen sie dann wahrnehmen und einordnen.
00:13:58: Wir müssen sie bewerten.
00:14:00: Und diese Energie steht uns nicht mehr zur Verfügung um das was wir gerne tun oder können oder irgendwann mal gelernt haben auszügen.
00:14:08: Deswegen ist Veränderung immer mit einem gewissen Widerstand behaftelt und wir tun eben gut daran dass wir das mitdenken und dass Unternehmen das mitdenken, wenn sie künstliche Intelligenz einführen von Anfang an.
00:14:25: Damit nicht das passiert was ich oft höre, wenn ich auch Vorträgen unterwegs bin, dass mir ein Entscheider oder eine Geschäftsführerin sagt jetzt haben wir diese teuren KI-Lizenzen gekauft und keiner nutzt Sie!
00:14:38: Also etwas was sich relativ häufig gerade höre und was eben damit zu tun hat, dass man dann vielleicht auch den Experimentier willen der Beschäftigten ein Stück weit überschätzt.
00:14:51: Beschäftigte wollen klare Rahmenbedingungen haben, sie wollen Transparenz, Sie wollen wissen wofür wird denn diese KI überhaupt angeschafft?
00:14:59: Was hat das Unternehmen damit vor?
00:15:03: und sie wollen auch wissen wer es verantwortlich für die Ergebnisse der KI.
00:15:08: Das ist ja in der Tat eine ganz spannende Frage im Moment.
00:15:10: Wer ist denn eigentlich verantwortlich, wenn die KI Fehler macht?
00:15:14: Ist das der Entwickler?
00:15:15: Wir hatten gerade groß in der Presse die ausgebrochenen KI-Mucker von OBLI und Entropic.
00:15:25: Also ist der Entwicklerschuld, ist derjenige Schulte das System... kauft.
00:15:30: Also das Unternehmen ist nachher der Anblender schuld.
00:15:34: oder ist die KI selbst schuld?
00:15:36: Das sind Fragen, die müssen auch Unternehmen klären um ihren Beschäftigten Sicherheit zu geben im Umgang mit diesem System.
00:15:45: Deswegen gibt es jetzt den EU AI Act, ist ja ganz wichtig die Kennzeichnungspflicht.
00:15:50: Dass man sagt, ah das is KI generiert mit meinem Wissen und beim Basisfundament.
00:15:56: deswegen muss das hier auch natürlich sehr transparent sein.
00:15:59: Wir haben uns beide kennengelernt auf dem All Room Minds Zukunft oder Wirtschaftskipfel Und da haben sie einen interessanten Vortrag gehalten Tanz der Arbeitenden oder der Mitarbeitenden im Unternehmen.
00:16:13: Nehmen Sie uns doch mal ein bisschen mit im Sneak Preview für diesen Vortrag, was sind da die wesentlichen Inhalte?
00:16:19: Was sind die großen Herausforderungen, die sie dargestellt
00:16:23: haben?
00:16:23: Ein bisschen haben wir schon darüber gesprochen.
00:16:24: Genau!
00:16:25: Die Herausforderungen sind dass die KI jetzt überall eingeführt wird, teilweise als LLMT.
00:16:33: Teilweise steht es vor der Tür.
00:16:34: viele beschäftigt wissen nicht so genau was wird da passieren und das zeigt sich ein zweigeteiltes Bild.
00:16:42: also auf der einen Seite ist man neugierig und möchte auch sehen wie die KI einem Helfen einen unterstützen kann und auf der anderen Seite hat man Ängste und Vorbehalte insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes und eben auch der Arbeitsplätze.
00:17:00: Das sind so zwei große Antiproden, die wir sehen.
00:17:03: Und mein Vortrag, der hieß ja KI-Intern führen also wie gehe ich denn Eindhelsunternehmen damit um?
00:17:11: Und was wir aus der Energiewende wissen, die Akzeptanzforschung ist jetzt mittlerweile ein relativ etabliertes Forschungsfeld in verschiedenen Disziplinen.
00:17:20: In der Betriebswirtschaft, in der Kommunikationswirtschaft also ganz vielen verschiedene Bereichen.
00:17:29: und was wir sehen können ist dass wir immer wieder vier Gruppen finden, die sich identifizieren lassen wenn man wirklich nach fragt wie stehen Menschen einer Transformation gegenüber.
00:17:43: Also wenn ich das Beispiel der Energiewende nehme, dann wissen wir aus der ganz aktuellen Untersuchung, die wird eigentlich ehrlich wiederholt dass rund ein achtzig Prozent der Deutschen erstmal positiv sind.
00:17:53: ja wohl wir brauchen mehr erneuerbare Energien Wir müssen wegkommen von Kohle und Öl.
00:18:00: uns ist allen klar und bei diesem heißen Sommer wird es glaube ich dem letzten und der letzte klar was Klimawandel tatsächlich heißt um wie er sich anfühlt.
00:18:10: soweit erstmal die positive Botschaft.
00:18:13: Wenn man dann aber vor Ort geht, wo zum Beispiel ein Windrad gebaut werden soll oder wo Solarpanel über Landflächen gebaut werden sollen – da sieht es häufig anders aus?
00:18:27: Dann gibt es häufig eine gewisse Abwehr, es gründen sich Bürgerinitiativen und man findet viele Gründe warum Energie wenn gut ist nun nicht bei allem zu Hause im eigenen Vorgang!
00:18:38: Und wenn man diese Gruppen analysiert, dann findet man immer wie gesagt vier Gruppen.
00:18:43: Ich versuche die kurz zu skizzieren oder es abstrakt zu machen.
00:18:47: also gibt dir eine Gruppe die sehr dafür und unterstützt das auch öffentlich.
00:18:52: Dann gibt es eine Grupe die findet eigentlich gut ist aber eher zurückhaltend abwartend äußert sich nicht öffentlich findet aber eigentlich die Entwicklung gut und möchte die eigentlich auch gerne unterstützen.
00:19:04: Dann gibt es die dritte Gruppe, die findet die Entwicklung eher nicht gut, sagt aber auch nicht viel sondern wartet erstmal ab vorhin sich das Ganze entwickelt.
00:19:13: Und dann gibt sie vierte Gruppe Die ist quasi im offenen Widerstand.
00:19:16: Sie findet eben nicht gut und die findet viele Argumente warum die Dinge so nicht laufen dürfen wie sie laufen oder gerade nicht da wo sie geschehen oder ganz anders sein sollten.
00:19:30: Diese Gruppe, die im offenen Widerstand ist es eigentlich die kleinste.
00:19:34: Also bei diesen Energienwender-Diskussionen sind das vier Prozent der Bevölkerung, die sagen Nein davon halte ich nichts!
00:19:39: Ich will das nicht!
00:19:40: Ich finde das nicht gut und vier Prozent ist nicht viel.
00:19:44: aber wenn man schaut wohin sich die häufig die mediale und auch politische Öffentlichkeit wendet dann ist es oft genau auf diese Gruppe.
00:19:53: Warum?
00:19:54: Weil diese Grupe emotional wird Die ist wütend, die wird laut.
00:20:00: Die äußert sich weh im Mensch und Emotionalität ist natürlich eindringlich für uns Menschen.
00:20:07: Und das hat zur Folge dass unheimlich viel Energie darauf geht sowohl in politischen Raum als auch in der öffentlichen Diskussion mit dieser kleinen Gruppe der Widerständlauen zu gehen.
00:20:20: Kommunikationswissenschaftlich macht es wenig Sinn diese Gruppe kriegen sie eigentlich nicht überzeugt und es würde mehr Sinn machen, sich auf die sechsten neunzig Prozent der anderen zu konzentrieren.
00:20:33: Insbesondere darauf diese Gruppe, die es öffentlich unterstützt, die Fürsprecher sind stärker in den Blick zu nehmen so dass sich die Anderen auch trauen dieser Gruppe zu folgen.
00:20:45: Dann haben wir ja die große Gruppe derjenigen die still befürworten sind Und wenn die merken, viele Leute unterstützen ein Thema auch Vorbilder auf Menschen von denen ich etwas halte dann werden sie auch zunehmend lauter.
00:21:01: Das heißt wir können es dadurch schaffen diese positiven Gruppen sichtbarer zu machen und zu unterstützen und die Wirkung der negativen Gruppe abzuschwächen und die vielleicht eher leicht negativ gepolten, eher nach oben zu ziehen.
00:21:14: Dass sie zumindest positiv abwarten werden.
00:21:17: Wenn wir das nicht tun und uns immer auf den Widerstand fokussieren dann wird diese Gruppe lauter!
00:21:22: Und diese Grupe wird mehr gehört und wir singen diese Gruppen im öffentlichen Raum immer mehr und wir hören Politiker, die sich sehr viel Zeit nehmen um mit dieser Gruppe zu reden.
00:21:31: Dann wird die Gruppe der Abwarten negativen eigentlich gestärkt und sagt da wir müssen recht haben ständig wird darüber gesprochen.
00:21:38: Also gehe ich lieber in diese Gruppe über.
00:21:40: Es ist also letztendlich haben wir es ein bisschen in der Hand, wie wird das Strategie steuern?
00:21:45: Worauf wir uns konzentrieren?
00:21:47: und ein Unternehmen kann natürlich wenn er jetzt künstliche Intelligenz eintürt so eine ganz klassische Analyse machen und mal schauen wie groß sind denn die Gruppen in meinem Unternehmen.
00:21:57: Die werden den unterschiedlich groß sein.
00:21:58: Da gibt's Gruppen geben wie die, die Sie genannt haben Herr Gast, wo sie eher den Eindruck haben, die wollen nicht.
00:22:05: Und dann schauen wir mal, wie viel Prozent sind das denn überhaupt von der Belegschaft.
00:22:10: Dann gucken wir uns an und wie viele sind in den oberen Gruppen?
00:22:13: Und dann kann man darauf auch die Strategie aufbauen!
00:22:18: Ich würde jetzt nochmal ganz ad hoc und sagen wir mal als Idee eine weitere Gruppe hinzufügen, die Gruppe der Partisan.
00:22:25: Jetzt werden Sie sagen was denn die Partisan?
00:22:27: Das beobachte ich immer wieder und zwar dann wenn in Unternehmen, das heißt naja wir wissen noch nicht so ganz wie wir es machen und jemand aus seinem persönlichen Vorteil sagt ich mache's trotzdem!
00:22:37: Ich machs trotzdem, ich nutze Shatchibiti, ich nutz Claude und das mache mit meinem eigenen Account und ich greif auf die Daten der Firma zu.
00:22:45: Das ist natürlich dramatisch, weil dann unkontrollierter Einsatz stattfindet und man kann das da nicht mehr beherrschen.
00:22:54: Haben Sie auch schon erlebt, dass Leute sagen, ne, das mache ich dann trotzdem?
00:22:58: Und es ist mir völlig egal was sie machen.
00:22:59: Es geht ja um meinen Vorteil.
00:23:01: Ich will meine Leistung in den Vordergrund bringen.
00:23:03: Das ist doch gefährlich oder?
00:23:06: Ja sicher ist das gefährlich, weil wichtige interne Daten die Firmenumgebungen verlassen JetGPT, Microsoft Co-Pilot oder sonstige Plattform eingeben wird ja dann dort gespeichert und auch weiter verwendet um die KI weiter zu trainieren.
00:23:27: Also die Voraussetzungen für Datenklaus sind dadurch natürlich extrem verschärft.
00:23:35: also das sollte niemand machen dass er irgendwie mit einem privaten Account Firm Interna hoch spielt.
00:23:41: um zu sagen jetzt lasse ich mir mal ganz schnell eine Analyse meiner Beschäftigtenzahlen oder meiner Kundendaten auswerfen, weil übermorgen ist das nächste kurzfristig anberaumte Vorstands-Meeting.
00:23:53: Da muss ich Zahlen präsentieren.
00:23:56: Die meisten Unternehmen die jetzt etwas so mittelständisch oder auch größer strukturiert sind haben ja mittlerweile längst KI Systeme integriert oder aber sogar eigene Server auf denen die Firmendaten liegen, mit denen die Mitarbeitenden arbeiten können.
00:24:17: Also beides gibt es.
00:24:18: Die Partisanen finde ich einen sehr schönen Auftrag gibt es, die einfach machen und die gibt's auch in großer Zahl.
00:24:25: Die erwischen sie jetzt nicht so gut im persönlichen Gespräch.
00:24:28: das wird nicht so schnell zugegeben aber wir werden sicherlich in ein zwei Jahren Zahlen haben wie viele Unternehmensdaten den geschützten Raum verlassen und was das für die Volkswirtschaft bedeutet.
00:24:43: Auf der anderen Seite hat es eben auch wieder etwas mit Transparenz im Unternehmen zu tun, wir sprachen ja schon darüber.
00:24:49: Wir haben die Systeme und keiner nutzt sie.
00:24:52: Beschäftigte müssen wissen Was dürfen Sie denn damit machen?
00:24:56: Das Unternehmen sagt jetzt ich habe dir hier jetzt eingeführt Die und die Oberfläche, da kannst du auf die und die KI-Systeme zugreifen.
00:25:03: Das kannst du hier im gesicherten Umfeld nutzen.
00:25:06: Da weiß ich ja immer noch nicht in welchem Umfang sich der wirklich private Daten meiner Kunden reingeben.
00:25:14: oder sagen wir beim Versicherungsbereich meiner Patienten zum Beispiel als Anwalt meiner Klienten.
00:25:21: das muss ich ganz klar und transparent machen was ich tun kann.
00:25:25: Sonst besteht einfach die Gefahr, dass die Systeme nicht oder fludrig genutzt werden.
00:25:30: Und außerdem muss ich klarmachen was ist denn der Unterschied wenn ich das Firmen-Chatchy-Petable nutze?
00:25:36: Oder das Freie?
00:25:37: Weil wenn der Mitarbeiter dann da die Situation haben wir ja auch auf.
00:25:40: die Mitarbeiter sitzen im Homeoffice und haben keine vernünftige gesicherte Leitungen ins Unternehmen wollen aber im Home Office genauso arbeiten wie im Unternehmen Und machen es dann eben einfach über ihren, am besten auch ihren eigenen Computer.
00:25:56: Manche Firmen stellen ja ihren Mitarbeitern nicht mal Computer zur Verfügung fürs Homeoffice.
00:26:01: Die haben da einen Desktop im Unternehmen zu Hause, müssen an ihrem eigenen Computer sitzen.
00:26:05: Da ist natürlich Tür und Tor geöffnet für mangelnde Datensicherheit.
00:26:14: Ich glaube auf da heißt das dann Bewusstseinschärfen.
00:26:17: Also die KI im Unternehmen ist nicht die KI, die ich zu Hause verwende.
00:26:22: Auch wenn sie vielleicht so ähnlich heißt oder darauf aufbaut.
00:26:26: und das andere ist eben dass ich es wirklich schaffe, dass die Mitarbeitenden sehen und sich trauen, was vorhanden ist dann auch zu nutzen.
00:26:36: Ich glaube, in meinem Unternehmen waren wir ja sehr glücklich, dass wir im Arbeitgeberverband mit organisiert waren.
00:26:43: Dadurch hatten wir auch eine rechtliche Beratung und ich glaube hier muss auch ganz klar einer arbeitsrechtlichen Grenze gezogen werden und sagen was hat es für Konsequenzen?
00:26:51: Da gab's immer die Diskussion Ja wenn die Leute ins Internet gehen dann können sie abgemahnt werden oder ähnliches.
00:26:57: Aber auch hier denke ich ist es erforderlich Regeln aufzustellen und sagen das darfst du nicht und wenn Du es machst dann hattest konsequenz dann für so eine Abmahnung oder im letzten Fall wenn dadurch Daten verloren gehen, die wertvoll für das Unternehmen sind an Wettbewerber oder was auch immer.
00:27:14: Ja, dann muss es in Konsequenz dazu führen dass das Arbeitsverhältnis möglicherweise beendet wird.
00:27:20: Was halten Sie davon?
00:27:21: Oder sagen sie, naja also so genau wollen wir es ja noch nicht sehen!
00:27:25: Also was wir brauchen und das hat sich auch herausgestellt bei den Untersuchungen, die wir gemacht haben.
00:27:30: Ich nehme mal ein Beispiel.
00:27:31: Wir haben Zielgruppenanalysen durchgeführt mit Beschäftigten im öffentlichen Sektor Und haben die gefragt Was passiert denn da gerade?
00:27:40: Mit KI bei euch in der Behörde?
00:27:43: Und man sagt ja irgendwas passiert da und wir sind auf dem letzten Meeting auch angehalten worden.
00:27:49: Wir sollen erst mal ausprobieren aber wir haben keine Rahmenbedingungen.
00:27:55: Dann haben wir damals überlegt, was wünschen die sich denn wenn sie mit KI arbeiten?
00:27:59: Also sowas wie klare Prozesse ist uns eingefallen oder eine klare Idee wo das hingeht.
00:28:08: Wir haben gedacht vielleicht gibt es ethische Überlegungen so etwas wie ein KI Code of Conduct.
00:28:13: ja das finde ich auch alles wichtig.
00:28:14: aber vor allen Dingen wollten sehr alte Dienstanweisung Also den klaren rechtlichen Rahmen, was sagt nicht damit?
00:28:21: Und inwieweit bin ich verantwortlich.
00:28:23: Das geht ja in die Richtung, was Sie gesagt haben, ob.
00:28:26: also was ich einem Unternehmen nicht raten würde ist keinen Rahmen vorzugeben aber nachher einen rechtlichen Rahmen festzulegen wenn man die KI falsch benutzt.
00:28:36: Ich glaube da kann man sehr viel Vertrauen der Mitarbeitenden auch zerstören.
00:28:39: und auch zu Recht muss man sagen weil das ist schon Arbeitgeberpflicht auch darauf hinzuweisen, welche Systeme haben wir?
00:28:47: Wofür dürft ihr die nutzen und wofür kann man sie anwenden.
00:28:50: Trotzdem sind die Systeme ja so gebaut dass ich das nicht alles voraus denken kann.
00:28:57: also Ich werde die TI immer nutzen können und auch neue Anwendungsszenarien finden.
00:29:05: noch gar nicht so klar sind, wenn ich sie einführe oder wo ein findiger Mitarbeiter eine begabte Mitarbeiterin Möglichkeiten findet die KI noch anders einszusetzen als man es ursprünglich vielleicht angedacht hat und vielleicht ist das auch gut.
00:29:19: Also ich muss auch einen gewissen Raum bieten und ich glaube mehr als... Ich mahne euch ab wir müssen uns trennen müsst im Vordergrund stehen ihr dürft auch Fehler machen.
00:29:30: Wir haben ja wirklich eine Fehler unkulturen Deutschland.
00:29:34: Es soll immer alles perfekt gelingen, man soll immer ein positives Ergebnis bringen.
00:29:39: Das ist ja in vielen Ländern ganz anders gerade in denen die in künstlicher Intelligenz vorne liegen.
00:29:45: Ich war mal mit einer Business Delegation in Israel noch vor dem Krieg und da haben wir uns verschiedene Gründe angeschaut und Investoren.
00:29:56: Und dann kam ein großer Investor auf mich zu und sagte, Julia ich habe mal eine Frage.
00:30:01: Ist es richtig dass ihr in Deutschland Fakab-Nächte macht?
00:30:04: Ja ja genau.
00:30:06: Und
00:30:06: er hat gesagt, ja das stimmt!
00:30:08: Das machen wir.
00:30:09: Das heißt so Fakapveranstaltungen wo Leute erzählen wie sie gescheitert sind, wie sie da wieder rauskommen.
00:30:17: Da sagte der zu mir Wir würden das niemals umnennen.
00:30:20: bei uns ist Scheitern nicht negativ.
00:30:24: Im Gegenteil, wenn wir Gründer haben die mit ihrem ersten Unternehmen nicht mehr weiterkommen.
00:30:30: Dann feiern wir die für den Punkt wohin sie gekommen sind nur aus einer Idee vielleicht zu einem Start-up.
00:30:37: Vielleicht hatten Sie zwei drei vier fünf Mitarbeiter über ein Zeitraum von ein oder zwei Jahren.
00:30:43: was für einen großartige Erfolg.
00:30:46: Und mit diesen Gründern, die mit Sicherheit die nächste Gründung machen werden.
00:30:50: Ihre Erfahrungen mitnehmen arbeiten wir weiter und ich glaube diese Mentalität, die brauchen wir jetzt.
00:30:56: Wir müssen auch unseren Mitarbeitern sagen wenn du mit der KI arbeitest und da kommt Kokolores raus ist es trotzdem großartig weil du hast uns etwas gezeigt und sie KI nicht mehr weiterhältst Und das ist ja auch ein Ergebnis.
00:31:10: Also in der Wissenschaft forschen wir auch nicht so, dass wir sagen, wir haben eine Hypothese und jetzt forschen mir so, daß sich die Hypothese verifiziert.
00:31:18: Sondern Wissenschaft funktioniert ja genau auf, sodass wir Hypothesen aufstehen, die wir verifizieren oder falsifizierend wollen.
00:31:27: Sie sehen wollen, nie die Hypothese trifft nicht zu!
00:31:30: Das ist ja also auch ein Ergebnis Und da müssen wir, glaube ich viel mehr drüber nachdenken und müssen Unternehmen auch zulassen, dass mit der KI nicht sofort Lösungen kommen sondern auch viele Dinge scheitern können.
00:31:45: Wir singen ja auch ganze Unternehmen die mit der Einführung von KI sogar gescheitert sind Mitarbeiter entlassen haben die dann nach ein paar Monaten klein laut zurückholen weil sie merken Die Erfahrung der Leute kann die künstliche Intelligenz eben auch nicht ersetzen.
00:31:59: Also wunderbar, dass Sie es ansprechen in einem meiner Vorträge.
00:32:02: Dann mache ich so etwas Ähnliches.
00:32:04: da geht's also wenn wir sagen ja jetzt gescheitert und dann sage ich Ihnen Leuten pass mal auf Wenn ihr mal das T streicht.
00:32:10: Das T steht für Trauer Für Trostlosigkeit Das kann sogar im ganz großen Scheitern für Todessehensucht stehen.
00:32:19: Und wenn Ihr dieses T streichst dann steht er einfach gescheiter.
00:32:23: das heißt also jeder Versuch etwas zu tun, führt uns hier dazu gescheitert zu werden.
00:32:30: Und ich glaube das erfordert auch eine andere Führungskultur.
00:32:37: Ich denke KI heißt wir müssen unsere Führungskräfte dazu lernen wenn sie mit Menschen umgehen.
00:32:45: wie sehen Sie das?
00:32:47: Bin ich ganz bei Ihnen, Herr Gast.
00:32:49: Das ist mit Sicherheit absolut notwendig und auch das was ich eben sagte mit Fehler und Kultur.
00:32:57: Führungskräfte müssen zulassen, dass Menschen Fehler machen.
00:33:02: Auch Vorstände und Aussichtsräte müssen breit sein.
00:33:06: wenn ein Unternehmen sagt ja wir gehen jetzt auf den Weg der KI Dass das auch teuer werden kann und vielleicht sich die Hoffnung nicht so erfüllen wie man sich das überlegt hat Und dann kann die Lösung nicht sein die KI wieder abzuschaffen Sondern muss die Lösung sein aus den Fehlern zu lernen Das heißt für Unternehmen auch sich zu überlegen, wen habe ich denn neben der IT noch?
00:33:32: Der sich mit der künstlichen Intelligenz strategischen Unternehmen auseinandersetzt.
00:33:37: Und das ist auch etwas zum nochmal auf den Vortrag vielleicht zurückzugehen, den Sie vorhin angesprochen haben was ich ganz wichtig finde dass man am Anfang bevor man die KI implementiert oder wenn sie schon da ist dann eben aufmacht und am besten eine Gruppe zusammenstellt im Unternehmen, die nicht nur aus den IT-Lern oder aus den Führungskräften besteht sondern wo Mitarbeitende aus den verschiedensten Bereichen mit dabei sind.
00:34:06: Die ihre Meinung dazu geben können.
00:34:07: Sie sagen können vorgestellt wird für die und die Themen wollen wir die KI einsetzen, die ihre Ideen vielleicht auch ihre Ängste Bedenken Hoffnungen dort äußern können So, dass ich ein viel umfassenderes Bild bekomme.
00:34:24: Wie wird die KI in meinem Unternehmen eigentlich wirken?
00:34:26: Was werden meine Beschäftigten dazu sagen und dann eben auch überlege wie gehen wir denn damit um wenn das jetzt wirklich in großem Stil genutzt wird?
00:34:36: Wie gehen wir mit Erfolgen um?
00:34:38: Wie können wir mit Scheitern um?
00:34:40: also Erfolge zum Beispiel kann nicht er nutzen um diese Erfolger aussichtbar zu machen im Unternehmen.
00:34:47: Wenn wir jetzt in der internen Kommunikation zum Beispiel denken, dann kann ich ja genau Menschen, die einen großen Erfolg haben weil sie KI nutzen.
00:34:55: Die kann ich auch aufbauen, die kann ich sichtbar machen im Unternehmen.
00:34:59: Ich kann Menschen sichtbaren machen, die sagen ah, ich probiere da total gerne rum und ich kann jetzt schon ganz viel mit dieser KI machen.
00:35:06: Fragt mich!
00:35:13: Wenn jemand das mal ausprobieren möchte, das machen schon einige Unternehmer bei Weitem noch nicht alle.
00:35:19: Wir nennen sie KI Botschafter die wir dann einfach im Unternehmen implementieren und die nicht unbedingt aus der IT sind sondern die aus den verschiedensten Bereichen kommen und es ist einfach Menschen sind die damit viel arbeiten und dadurch Erfahrung sammeln.
00:35:35: Die sagen, ich habe jetzt meinen ersten KI-Agenten selber gebaut!
00:35:39: Ist das cool?
00:35:40: Der kennt meine Sprache, der weiß wie ich arbeite... ...der kennt meine Argumentationsweise.
00:35:48: mit denen kann ich richtig als Beringspartner nutzen.
00:35:51: Und das kann ich ja jemand anderen dann auch zeigen.
00:35:55: Ich glaube diese Dinge muss man aber im Unternehmen verabschiedet werden.
00:35:59: reden und man muss sich überlegen, die mache ich positive Ergebnisse sichtbar.
00:36:03: Und wie gehe ich mit negativen Ergebnissen um?
00:36:06: Verstecke ich sie dann heimlich, sage ich das nicht oder sage ich weiß ich nicht?
00:36:11: nach drei Monaten halben Jahr wir haben uns das und das erhofft in dem und den Bereich.
00:36:17: Das ist aber so nicht eingetroffen!
00:36:19: Wir haben folgende Learnings, eins zwei drei vier.
00:36:22: bei uns gibt es mit den Studierenden überhaupt keine Präsentation mehr wo die nicht ihre Lessens learned vorstellen soll.
00:36:29: Also Nuri, am Schluss mal sagen was war denn an der Aufgabe jetzt eigentlich schwierig?
00:36:32: Was haben wir uns einfacher vorgestellt.
00:36:34: Wo sind wir nicht mehr weitergekommen?
00:36:36: und eigentlich ist es auch für Unternehmen eine ganz gute Möglichkeit das einzubauen mitzunehmen.
00:36:45: Wunderbar!
00:36:45: Wenn Sie jetzt mit Ihrem wissenschaftlichen Fundament Unternehmen einen Rat geben würden... machen die am besten?
00:36:54: Ist da das Montagsmeeting, was man so traditionell macht immer noch wichtig?
00:36:57: oder welche Verfahren, welche Tipps haben Sie bei der Einführung von KI damit es auch wirklich erfolgreich läuft und die Leute in einem Jahr sagen cool dass wir das gemacht
00:37:07: haben.
00:37:08: Ja ich würde das aus zwei Blickwinkeln betrachten wollen.
00:37:11: Ich war ja selber Geschäftsführerin einer regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Vorgebiet Business Metropole Ruhe und hatte dort ja auch mein Team Und ich habe damals eingeführt, weil das Team nach Corona sehr, sehr durcheinander war.
00:37:27: Da waren Mitarbeiter dabei, die haben kurz vor Corona angefangen und nur im Homeoffice gearbeitet.
00:37:31: Die wussten gar nicht so genau was soll ich eigentlich machen?
00:37:34: Die hatten noch keine Anbindung ans Team und gar nichts.
00:37:37: Und die wussten auch nicht so genauso.
00:37:39: wie gehe ich jetzt mit diesen ganzen Veränderungen nach Corona.
00:37:42: Das hat ja die Wirtschaft aus der Hart getroffen um.
00:37:45: Deswegen hab' ich eine Change Managerin eingestellt nichts anderes zu tun hatte oder im Schwerpunkt als mit den Mitarbeitenden Projektideen auszuarbeiten.
00:37:58: Also Ideenmanagement, um Unternehmen zu entwickeln und das kann ich für jede Art von Projekt aber natürlich auch für künstliche Intelligenz machen.
00:38:07: bis davor war es eigentlich so dass die Mitarbeitende Ideen so für sich ausgearbeitet haben.
00:38:12: dann wurden sie in so eine Montagsmeeting vorgestellt und dann haben die anderen gesagt ja down hoch oder down runter Und die und die Einwände hätten wir noch oder Ergänzungen.
00:38:22: Das ist natürlich für Mitarbeiter nicht unbedingt angenehm, also... Dadurch dass man jemanden dazwischen geschaltet hat der sich mit den Mitarbeitern überhaupt die Idee erst mal angeguckt hat und gesagt hat hier musst du nochmal darüber nachdenken hast Du die Kosten rücksichtigt?
00:38:37: was ist das von technologischer Aufwand?
00:38:38: Wie viele Ressourcen müssen da rein fließen?
00:38:43: hat sich das ganze Projekt natürlich entweder was dann eben nicht durchführbar oder aber es war so konkret, bis man es vorgestellt hat dass man darf mit viel mehr erreicht konnte und die Projekte auch schneller umsetzen konnte.
00:38:57: Also ich würde mir schon als Unternehmen überlegen je nachdem wie groß der Anteil ist, dass ich Menschen vielleicht wirklich dafür abstelle oder es mir mal leiste jemanden dafür zu holen der den anderen die anderen dabei unterstützt.
00:39:11: und in kleineren Unternehmen kann man eher sagen, man geht das Konzept der KI Botschafter.
00:39:18: Aber man muss den Menschen jedes tun auch die Zeit einräumen.
00:39:22: Das ist natürlich auch ein großes Problem heutzutage dass man dann sagt macht das doch un top du bist doch so begeistert von KI kannst auf deine hundertzwanzig Prozent Worknote noch mal eben drauf tun.
00:39:32: Also Zeit-Einräumen als Unternehmen ist glaube ich wichtig, wäre meine praktische Erfahrung oder jemanden wirklich so in die Verantwortung stellen.
00:39:39: Dass der sagt das ist wirklich mein Aufgabenbereich!
00:39:42: Ich bin nicht nur zuständig für die technologische Seite der KI oder ich bin nicht noch zuständig for Effizienzgewinne.
00:39:50: und aus der wissenschaftlichen Forschung würde ich sagen wenn wir uns das anschauen aus der Arbeits- und Organisationspsychologie dass Den Menschen also geht es auch wieder ein bisschen darum, wie wir das den Menschen auch erklären was was wir tun.
00:40:08: Also ich habe zum Beispiel auch einige Vorträge gehört in dem Manager dann verkünden, wie viele Mantage sie einsparen durch den Einsatz von KI?
00:40:19: Das ist nicht schlau.
00:40:19: erstens finde ich manntag.
00:40:21: Es gibt ja nicht mehr alle.
00:40:23: Nein
00:40:23: sind nicht alle menschentage könnte man sagen höchstens oder mit Arbeitenden Tage.
00:40:30: Aber zum Zweiten bedeutet das, dass die Leute natürlich anfangen zu rechnen.
00:40:34: Ach der will Leute sparen!
00:40:35: Der rechnet in Mental.
00:40:37: Also da auch über die Kommunikation nachdenken und sich überlegen wie kann ich das ja anders ausdrücken?
00:40:45: Wie kann ich denn darüber verschlankung von Prozessen sprechen?
00:40:50: Wie können wir dann darüber sprechen, wie sich das auf unsere Umsätze oder Gewinne auswirken wird?
00:40:56: Und wenn ich die schmerzhafte Notwendigkeit habe als Unternehmen, dass ich Mitarbeiter eher jetzt glaube ich aufgrund der anhaltend wirtschaftlich schwierigen Lage, die wir in Deutschland nach wie vor haben, irgendwann Mitarbeitende freistellen muss.
00:41:12: Dann sollte ich das auch klar kommunizieren.
00:41:15: Also Transparenz ist das A und O?
00:41:16: Wenn nicht genau weiß was passiert dann entstehen Gerüchte, dann entsteht Widerstand verweigerungshaltung münden und da kommen sie dann wenn sie dann anfangen das zu erklären.
00:41:29: er kommt auch nicht mehr durch weil dann sind die leute emotional angefasst.
00:41:34: Und haben sich eine feste starre meinung gebildet und die kriege ich nicht mehr eingefahren.
00:41:38: Es waren so viele wertvolle Tipps, die sie gegeben haben.
00:41:40: Die KI-Botschaft da finde ich ganz fantastisch den mit einzubringen uns Unternehmen Mitarbeiter von Anfang an mitzunehmen vielleicht gemeinsam das KI Erlebnis erleben zu lassen und in Vordergrund zu stellen.
00:41:53: welchen Nutzen haben wir als Unternehmen davon?
00:41:56: wie viel umsetzen können wir mehr generieren.
00:41:59: Wie viele Prozesse kennen wir verschlanken?
00:42:01: Also eine Fülle von Informationen, wenn man mit ihnen Kontakt aufnehmen will.
00:42:06: das wird in den schonungsstellen.
00:42:08: Dr.
00:42:08: Julia Frohne sie haben eine Webseite da steht alles drin und Sie stehen jederzeit und gerne auch Unternehmen zur Verfügung bei der Einführung mit fachlicher Expertise von KI.
00:42:20: ist das richtig?
00:42:22: Ja, das stimmt natürlich.
00:42:23: Man findet mich auch auf links innen.
00:42:25: Das ist ja heute auch ein Kanal wo man sich gut austauschen kann und ich habe auch mit einer Agentur zusammen eine Arbeitsgemeinschaft gegründet die nennt sich Zukunft der Kommunikation wo wir uns genau mit diesen strategischen Fragen auseinandersetzen.
00:42:41: was müssen Unternehmen eigentlich tun?
00:42:43: weil so großen transformatorische disruptiven Veränderungen denn das trifft natürlich auch die Branche in der Ich-Arbeitung ausbilde in ganz besonderem Maße, wie viele andere Branchen auch.
00:42:55: Das bestimmte Berufsbilder sich verändern und Deswegen interessiert mich das brennend einmal auf der Seite derjenigen, die wir ausbilden.
00:43:05: Wie müssen wir Sie Ausbilder mit sich die Dinge gut darstellen?
00:43:08: Und dann natürlich für die Unternehmen wie sollten sie sich strategisch aufstellen?
00:43:12: und auf der seite zukon.de kann man dazu weiteres finden.
00:43:17: und ansonsten gerne über meine Webseite oder über LinkedIn oder über die westfälische Hochschule.
00:43:23: Man kann mich finden!
00:43:25: Liebe Frau Prostatrone, vielen Dank für die Zeit, die Sie uns gewidmet haben und viel die vielen praktischen und theoretisch fundierten Erfahrungen, die sie uns weitergeleitet haben.
00:43:35: Danke da!
00:43:37: Ja ich danke Ihnen auch herzlich für die spannenden Fragen und es hat großen Spaß
00:43:55: gemacht.
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